Projekt-Infos

Paracelsus-Klinik Zwickau - Ersatzneubau Neurologie Inbetriebnahme 1. Bauabschnitt

Die Paracelsus-Klinik Zwickau errichtet für insgesamt 7,3 Mio. € einen Ersatzneubau Neurologie. Planungsseitig wurden die Leistungsphasen 1-5 der HOAI durch das Büro Rau, Damm, Stiller u. Partner aus Hattingen erbracht. Die Leistungsphasen 6-8 wurden durch Krämer & Partner bearbeitet. Als Besonderheit bei dieser Baumaßnahme ist die Realisierung in 2 Bauabschnitten zu sehen.

Nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes sind Nutzer und Patienten aus dem Westflügel des alten Neurologiegebäudes umgezogen.

Anschließend wurde dieser Gebäudeteil bis auf die Fundamente zurückgebaut um Platz für den 2. Bauabschnitt zu schaffen. Nach Fertigstellung des 2. Bauabschnittes im Sommer 2012 wird auch der Rest des alten Gebäudes zurückgebaut. Danach ist die Paracelsus-Klinik Zwickau baulich komplett "runderneuert".

Insgesamt wurden in der Zeit von 1999 bis 2012 ca. 35 Mio. € investiert.

Neubau KH Rudolstadt

Mit dem Neubau des Krankenhauses erhielten Rudolstadt und dessen Umgebung im letzten Jahr einen kompetenten Partner in der medizinischen Versorgung. Krämer & Partner wurde nach einem gewonnenen VOF-Wettbewerb mit der Planung und Bauüberwachung der Technischen Gebäudeausrüstung (Gas, Wasser, Abwasser, Heizung, RLT) beauftragt, die im November 2010 mit dem Einbau einer MRT-Anlage in der radiologischen Abteilung als letzte Baumaßnahme abgeschlossen werden konnte. Die Gesamtbaukosten des Vorhabens betrugen ca. 35. Mio. €.

Die Wärmeversorgung des Gebäudes wird über einen Energiemix aus den erneuerbaren Energien Geothermie und Solarthermie sowie einem Anteil aus dem Rudolstädter Fernwärmenetz sichergestellt. Durch die zukunftsweisende Anlagentechnik ist das Krankenhaus in der Lage, die überwiegende Zeit des Jahres etwa 75% des Wärmebedarfs durch regenerative Energien abzudecken.

Die Kombination einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit vierzehn 100 Meter tiefen Bohrsonden und niedrigtemperierten Heizflächen sowie einer großflächigen Fußbodenheizung sichert die außergewöhnlich hohe Effizienz der Anlage.

Die unerschöpfliche Energiequelle Sonne zapfen 70 edelgasgefüllte Dachkollektoren an und führen zu weiteren deutlichen Energieeinsparungen, vor allem in der Warmwasserversorgung der Klinik.

Dieses nachhaltige Energiekonzept sorgt nicht nur für niedrige Energiekosten, sondern entlastet auch die Umwelt gegenüber einer konventionell errichteten Klinik um ca. 222 Tonnen CO2 pro Jahr.

EnergyCheck Haikou People`s Hospital, Provinz Hainan in China

Vom 11.07.2011 - 14.07.2011 wurden im Haikou People`s Hospital, Provinz Hainan, China durch die Krämer & Partner Planungsgesellschaft mbH die Energieerzeugungs-, Energieverteil- und Energieverbraucheranlagen technisch begutachtet.

Es erfolgte eine Beurteilung/Wertung der Energieanlagen für Neubau und Altbau.

Die Anlagen wurden zielgerichtet geprüft, Auffälligkeiten wurden dargestellt und als Empfehlung für jede Medienart niedergeschrieben. Diese Empfehlungen sind Grundlage für zukünftige technische Aktivitäten des Krankenhauses Haikou in Richtung Verbesserung der Energieeffizienz, Erhöhung der Anlagensicherheit und erforderliche Automatisierungen.

Unsere Arbeit wurde vor den verantwortlichen Mitarbeitern des Krankenhauses in einem Abschlussgespräch erläutert und sehr interessiert entgegengenommen. Deutlich wurden große Energieeinsparpotentiale. Es lohnt sich, für das Haikou People`s Hospital in neue Energietechnologien, verbesserte Automatisierung und Wartung sowie in eine zielgerichtete energiebewusste Sanierung und damit Weiterverwendung vorhandener Gebäude zu investieren.

 

Alles was RECHT ist!

Im Folgenden informieren Sie sich bitte zur aktuellen Rechtsprechung bezüglich der Vergaben von Ingenieur- und Architektenleistungen:

Erfahrener Auftraggeber darf nicht auf HOAI-Honorarvereinbarung unterhalb der Mindestsätze vertrauen.

Aus dem Motiv und der Zielrichtung des Verordnungsgebers, nämlich dem öffentlichen Interesse an einer "gesunden Architektenschaft", ergibt sich, dass in Fällen der Unterschreitung der Mindestsätze der Einwand der unzulässigen Rechtsausübung in der Regel jedenfalls für erfahrene Auftraggeber nicht in Betracht kommt.

OLG Hamm, Urteil vom 26.05.2009 - 24 U 100/07 Volltext:  ibr-online.de
BGH, 02.09.2010 - VII ZR 122/09 (Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen)

Keine Honorarkürzung bei Vereinbarung eines Gesamterfolgs je Leistungsphase!

Wenn ein Architektenvertrag am Ende jeder geschuldeten Leistungsphase den mit der Leistungsphase vertraglichen Leistungserfolg festlegt und damit zusammenfassend beschreibt, auf welchen Zweck die einzelnen Grundleistungen bezogen sind, haben die Parteien einzelne Grundleistungen nicht - wie es bei reiner Anlehnung an die Vorschriften der HOAI der Fall wäre - als selbstständige Teilerfolge gewollt, sondern sich vielmehr am Gesamtzweck der jeweiligen Leistungsphasen orientiert.

LG Köln, Urteil vom 18.02.2011 - 32 O 113/09 (nicht rechtskräftig); Volltext: ibr-online.de
BGB § 631; HOAI a.F. § 15
Gegen die Entscheidung wurde Berufung beim OLG Köln eingelegt (Az: 24 U 48/11).

Blick ins Unternehmen

Veranstaltung zur Energieeffizienz

Gemeinsam mit Führungskräften der Technischen Dienste aus mitteldeutschen Krankenhäusern und Fach-Kolleginnen/Kollegen konnten wir am 27.05.2011 im Amedia-Hotel Zwickau eine Weiterbildungsveranstaltung mit intensivem Erfahrungsaustausch durchführen.

Zu dem Thema „Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien“, speziell als Investitionen in Immobilien des Gesundheitswesens, waren kompetente Referenten aus Planungsbüros, der SEF Energietechnik GmbH und der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH geladen. Neben den fachlichen Inhalten wurden auch wichtige Fragen zur Finanzierung und Förderfähigkeit beantwortet.