Projekt-Infos

TGA-Planung für die Sachsenring-Mittelschule Hohenstein-Ernstthal

Imposantes Atrium, Lehrküchen, viel Glas - architektonisches Konzept der Sachsenring-Mittelschule hat es in sich

Die Finanzierung ist geklärt. Das Konzept steht. In den kommenden beiden Jahren soll der Neubau der Hohenstein-Ernstthaler Sachsenring-Mittelschule entstehen. Mit dem Vorhaben betritt selbst Architekt Ralph Hengst ein Stück Neuland. Etwa 330 Schüler besuchen die Sachsenring-Mittelschule. "Sie platzt aus allen Nähten", sagte der Architekt. Das wird sich nun ändern. 6,3 Millionen Euro stehen an Fördergeldern der Europäischen Union bereit.

Die Mittel werden für den 8,3 Millionen Euro teuren Bau dringend benötigt. In Hohenstein-Ernstthal verwirklicht Hengst eine Schule im Passivhausstandard, die zweite in ganz Sachsen.

Dadurch ist nur eine kleine Heizung nötig. Die Architektur sorgt selbst für die nötige Energie. Um das zu erreichen, hat der Neubau eine quadratische Grundfläche. Sie biete ein optimales Verhältnis von Außenfläche und Innenraum, sagte Hengst. Quelle: www.freiepresse.de - erschienen am 26.01.2011 von Georg Müller (auszugsweise)
 

Nach einem VOF-Wettbewerb wurde die Krämer & Partner Planungsgesellschaft mbH mit der Planung der technischen Gebäudeausrüstung beauftragt. Hierbei gibt es einige Besonderheiten zu beachten.

Die Einhaltung des Passivhausstandards stellt erhöhte Anforderungen an die Haustechnik. Um die Konzentration der Schüler über längere Zeit aufrecht zu erhalten, muss der CO2-Gehalt der Luft möglichst niedrig gehalten werden. Wurde dies früher durch Stoßlüftung mit immensen Wärmeverlusten realisiert, kommt bei diesem Vorhaben eine Lüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad zum Einsatz. Der CO2-Gehalt der Abluft wird für jedes Klassenzimmer einzeln überwacht und bei Bedarf der Luftwechsel automatisch erhöht. Die mit Einzelraumregelung ausgestattete Heizungsanlage dient prinzipiell nur zum vorheizen der Schule vor Unterrichtsbeginn. Im laufenden Betrieb soll die von den Schülern selbst abgegebene Wärme ausreichen um die Klassenräume auf einem angenehmen Temperaturniveau zu halten. Planerisch besonders anspruchsvoll ist dieses Vorhaben, da Rohrleitungen und Lüftungskanäle auf engstem Raum und zum Großteil ohne Zwischendecken verlegt werden sollen, was eine exakte Koordinierung der einzelnen haustechnischen Gewerke unumgänglich macht.

Mitwirkung am Projekt „Nordstream“ – Ostsee-Gastrasse – Landfall Germany

Im Auftrag des TÜV Rheinland, Berlin, der wiederum von BJ Processes Dubai, beauftragt ist, hat Krämer & Partner eine Spezifikation für ein Tanklager für Spülwasser und zugehörige Rohrleitungen erstellt. Die technische Spezifikation, die die Grundlage für die Vergabe der Bau- und Montageleistungen an Ausführungsfirmen bildete, dokumentiert den auf deutschen bzw. europäischen Standards basierenden Stand der Technik. Das Tanklager, das aus 15 Flachbodentanks mit je 750 m³ Inhalt und den notwendigen Rohrleitungen besteht, dient der Bevorratung von Spülwasser für das Spülen der Gastrasse am Standort Lubmin.

Alles was RECHT ist!

Im Folgenden informieren Sie sich bitte zur aktuellen Rechtsprechung bezüglich der Vergaben von Ingenieur- und Architektenleistungen:

Architekten & Ingenieure - Höchststundensatz = Höchsatz der HOAI?

1. Die HOAI findet auch Anwendung, wenn der Auftragnehmer nicht Architekt, sondern Dachdecker bzw. Sachverständiger ist, es sich aber um Leistungen handelt, die überwiegend den Leistungsphasen nach § 15 HOAI zuzuordnen sind.

2. Die Abrechnung hat gemäß § 4 Abs. 4 HOAI auf Basis der Mindestsätze zu erfolgen, selbst dann, wenn schriftlich zwischen den Parteien vereinbart war, dass nach Stundensatz abzurechnen ist und dieser der Höhe nach dem Höchstsatz nach § 6 Abs. 2 HOAI entspricht.

(OLG Köln, Urteil vom 20.01.2009 - 22 U 77/08 Volltext: ibr-online.de)

Architekten & Ingenieure - Auftragserweiterung: Bindung an Pauschalhonorar?

Ein Architekt ist an eine etwaig vereinbarte Unterschreitung der Mindestsätze nicht gebunden, wenn er über den vereinbarten Umfang hinaus Zusatzleistungen erbringen muss.

(OLG Zweibrücken, Urteil vom 23.07.2007 - 7 U 81/05 Volltext: ibr-online.de)

Architekten & Ingenieure - Vereinbarung und Überschreitung eines Kostenlimits

1. Gehen in einem Architektenvertrag sowohl der Architekt als auch der Bauherr gemeinsam von einer bestimmten Kostenbasis aus und machen diese unter der Überschrift "Kostenrahmen" übereinstimmend zur Grundlage ihres Vertrages, handelt es sich nicht lediglich um eine Berechnungsgrundlage zur Honorarermittlung, sondern um die vertragliche Vereinbarung eines Kostenlimits.

2. Überschreitet der Architekt diesen Kostenrahmen, ist sein Honorar auch ohne Nacherfüllungsverlangen des Bauherrn zu mindern, wenn eine Umplanung unmöglich oder zumindest dem Kläger nicht zumutbar ist.

(OLG Celle, Urteil vom 07.01.2009 - 14 U 115/08 Volltext: ibr-online.de)

Neue Schwellenwerte ab 01.01.2010 beachten!

Die EG-Kommission legt alle zwei Jahre die Schwellenwerte neu fest, ab deren Erreichen oder Überschreiten das öffentliche Vergaberecht nach GWB und Vergabeverordnung (VgV) bzw. Sektorenverordnung (SektVO) anzuwenden ist. Mit der Verordnung (EG) Nr. 1177/2009 vom 30.11.2009 wurden die Schwellenwerte neu festgelegt und nicht unerheblich reduziert. Ab 01.01.2010 gelten folgende neuen Schwellenwerte (jeweils netto):

  • 4.845.000 Mio. Euro für die Vergabe von Bauaufträgen.
  • 193.000 Euro für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungsaufträgen der öffentlichen Auftraggeber mit Ausnahme der Sektorenauftraggeber und
  • 387.000 Euro für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungsaufträgen von Aufträgen im Sektorenbereich nach der SektVO.

Die neuen Schwellenwerte nach der o.g. EG-Verordnung müssen nicht in deutsches Recht umgesetzt werden. Sie gelten unmittelbar und müssen bei Auftragsvergaben ab dem 01.01.2010 berücksichtigt werden. Die neuen Schwellenwerte werden voraussichtlich wieder zwei Jahre Gültigkeit haben.

(Quelle:Vergaberechts-Report 12/2009)

Blick ins Unternehmen

CE-Konformitätserklärungen, Ex-Schutz-Dokumente, Gefährdungsanalysen

Die ständig wachsenden Sicherheitsanforderungen an Anlagen und Ausrüstungen sowie die Anforderungen, die sich aus europäischen Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen ergeben, haben uns bewogen, unser Leistungsspektrum zu erweitern.

So bieten wir unseren Kunden jetzt auch die Erstellung von CE-Konformitätserklärungen für Anlagen nach der EG-Maschinenrichtlinie an. Wir erstellen die notwendigen Gefährdungsbeurteilungen und Dokumente und führen Normenrecherchen durch. Auf der Grundlage dieser CE-Konformitätserklärung ist der Betreiber in die Lage versetzt, das CE-Kennzeichen zu erteilen.

Wir verfügen weiterhin über Sachkundige im Explosionsschutz und führen für unsere Kunden notwendige Gefährdungsanalysen an explosionsgefährdeten Anlagen durch und erstellen daraus das Explosionsschutzdokument nach Betriebssicherheitsverordnung.

Wenn Sie diesbezüglichen Bedarf oder Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an unser Greizer Büro, Ansprechpartner ist Herr Dieter Kießling – 03661 7072-15.