Projekt-Infos

Zwickau Neubau Haus 03 Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau

Der Ersatzneubau des Hauses 3 im Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau (ca. 20 Mio. € Bauvolumen) ist Teilobjekt eines der größten Bauvorhaben in der Geschichte des Klinikums. Für den 4-geschossigen Neubau wurde Krämer & Partner in ARGE mit dem Büro TMK Leipzig mit der Bauplanung (Leistungsphasen 1-8, §33 HOAI) und der Freianlagenplanung beauftragt. In dem bereits fertiggestellten Rohbau sollen in Zukunft 120 Betten für Patienten mit Herz-, Gefäß- und Lungenerkrankungen, die Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie sowie ein Herzkatheterlabor untergebracht werden. Zurzeit werden die Innenausbauarbeiten durchgeführt. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2012 geplant.

Hybrid-OP Klinikum Chemnitz gGmbH

Einbaubeispiel Hybrid-OP / Quelle: www.usz.ch

 

Unser Büro wurde im Januar 2012 mit der Gesamtplanung (Lph 1-8, HOAI) zur Erweiterung des OP-Zentrums am Krankenhaus Küchwald (Klinikum Chemnitz gGmbH) beauftragt. Kernstück der Investition ist ein über 70 m² großer Hybrid-OP, der konventionelle OP-Techniken mit leistungsfähiger Funktionsdiagnostik koppelt. Ein hochmodernes Angiografiesystem wird komplizierte gefäßchirurgische Eingriffe diagnostisch effizient begleiten und die für Patienten belastende OP-Zeit  in der Gesamtheit entscheidend verkürzen können. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant.

Notfallaufnahme und Intensivstation Kliniken Erlabrunn gGmbH

Die Notfallaufnahme und die Intensivstation der Kliniken Erlabrunn gGmbH sollen rekonstruiert und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung der Patienten räumlich neu geordnet werden. Derzeit erfolgt durch Krämer & Partner die Bearbeitung der HU-Bau zur Beantragung der Fördermittel auf Basis des bereits bestätigten Raumprogrammes. Es entsteht eine moderne Intensivstation mit 10 ITS- und 4 IMC-Betten.

Die Notfallaufnahme wird rekonstruiert und baulich umgestaltet, um eine optimale medizinische Erstversorgung der Patienten gewährleisten zu können. Gleichzeitig entsteht eine enge Anbindung an die radiologische Funktionsdiagnostik. Der Realisierungsbeginn ist für das 2. Halbjahr 2013 vorgesehen. Da es sich um eine Maßnahme im Bestand handelt, sind für den Bauzeitraum Interimslösungen zu schaffen.

Alles was RECHT ist!

Im Folgenden informieren Sie sich bitte zur aktuellen Rechtsprechung bezüglich der Vergaben von Ingenieur- und Architektenleistungen:

Keine Addition der Auftragswerte von Planungs- und Bauleistungen! Auftragswerte von Architektenleistungen sind nicht mit den Auftragswerten von Bauleistungen zu addieren.

Problem/Sachverhalt

Die Gemeinde Niedernhausen teilte Architektenleistungen zur Sanierung eines öffentlichen Gebäudes in Teilaufträge über mehrere Jahre auf. In der Summe hatten die Auftragswerte den EU-Schwellenwert überschritten, in den Teilaufträgen jeweils unterschritten. Aufgrund der unsicheren Finanzierung meinte die Gemeinde, sie könne nur getrennte Aufträge erteilen und bräuchte die Auftragswerte der Teilaufträge nicht aufzuaddieren. Sie vergab die Architektenleistungen jeweils ohne VOF-Verfahren. Die europäische Kommission reichte Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland ein, da dort kein Vergaberechtsverstoß gesehen wurde.

Entscheidung

Die EU-Kommission klagte mit Erfolg! Die fraglichen, in Teilaufträge gesplitteten Architektenleistungen bilden einen einheitlichen Dienstleistungsauftrag, der angesichts seines Gesamtwerts, der den Schwellenwert überschreitet, nach europäischen Richtlinien zu vergeben ist.

Praxishinweis

Das Urteil ist im Ergebnis wenig überraschend. Allerdings nimmt der EuGH in seinem Urteil Bezug auf seine Entscheidung Kommision/Frankreich (Rs. C-16/98, Slg. 2000; I-8315), wonach es auf eine "funktionelle Betrachtungsweise" ankomme. Die angeblich andere Natur von Dienstleistungsaufträgen könne nicht als Begründung herangezogen werden, um die Nichtanwendung dieser "funktionellen Betrachtungsweise" zu rechtfertigen. Mit dieser Aussage allein könnte man zu dem Schluss kommen, dass der EuGH als Funktion das Bauvorhaben insgesamt meint. Dann wären die Auftragswerte der verschiedenen Planungsleistungen und die Bauleistungen zu addieren und die Summe all dieser Aufträge wäre maßgeblich. Der EuGH stellt dabei klar, dass keine Argumente vorgetragen seien, die besagen, dass die in Rede stehenden Architektenleistungen als Teil des Bauauftrags hätten angesehen werden müssen. Vielmehr seien die vorliegenden Architektenleistungen von den Bauleistungen trennbar und somit auch getrennte Schwellenwerte zu berechnen. Soweit der EuGH von Leistungen für das Tragwerk oder die Beleuchtung spricht, präzisiert er, dass hier nur die Architektenleistungen gemeint seien. Schließlich führt er aus, dass es sich dabei immer "um typische Architektenleistungen" handle. Das ist so zu verstehen, dass typische Architektenleistungen einheitlich zu betrachten sind und insoweit nicht mit Fachplanungsleistungen gemeinsam zu betrachten sind. Der EuGH bestätigt somit zunächst die Regelung des § 3 Abs. 5 VgV, wonach nur die Auftragswerte aller Bauleistungen zu addieren sind. Aus dem Urteil kann nichts Vergleichbares bezüglich Planungsleistungen abgeleitet werden, mit der Folge, dass der § 3 Abs. 7 VgV infrage stünde. Demnach sind Objekt- und Fachplanungsleistungen weiterhin nicht zu addieren. Das Urteil betrifft nur Abschnitte als Teillose, deren Auftragswerte unverändert zu addieren sind, und keine Fachlose.

EuGH, Urteil vom 15.03.2012 - Rs. C-574/10
Richtlinie 2004/18/EG Art. 2, 9, 20, 23; VgV § 3 Abs. 5, 7

 

Dipl.-Ing. Peter Kalte, ö.b.u.v. Honorarsachverständiger, Mannheim
Quelle: ibr-online.de

Neue Schwellenwerte für die Anwendung der VOF in Kraft!

Mit Wirkung zum 22.März 2012 gelten im öffentlichen Auftragswesen neue, höhere Schellenwerte für europaweite Auftragsvergaben:
Die fünfte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge wurde im Bundesgesetzblatt Teil I am 21. März 2012 veröffentlicht.

Die Schwellenwerte für die Anwendung der VOF betragen künftig:

  1. für Liefer- und Dienstleistungsaufträge der obersten oder oberen Bundesbehörden sowie vergleichbarer Bundeseinrichtungen nach § 2 Nr. 1 VGV 130.000 EUR statt bisher 125.000 EUR,
  2. für alle anderen Liefer- und Dienstleistungsaufträge nach § 2 Nr. 2 VGV 200.000 EUR statt bisher 193.000 EUR.

Quelle: byak.de

Neue VOB 2012 seit 13. Juli 2012 gültig!

Die neue VOB 2012 wurde am 13. Juli 2012 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit den Änderungen im Teil B wurde auf die Vorgaben der EU "Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr 2011/7/EU" reagiert und die Prüf- und Zahlungsfristen für Schlussrechnungen erheblich eingeschränkt.

Wichtig dabei: Einwendungen gegen die Rechnung sind nach Ablauf der neuen, kürzeren Fristen nicht mehr möglich und Auftraggeber geraten, auch ohne Mahnung durch den Auftragnehmer, in Zahlungsverzug!

Quelle: Forum-Verlag

Blick ins Unternehmen

Büro Krämer & Partner rückt enger zusammen

 

Seit 01.07.2012 ist das Büro Krämer & Partner enger zusammengerückt – unsere Kollegen der Greizer Niederlassung sind ab sofort im Zwickauer Büro zu finden. Damit sind wir noch flexibler, durch kurze Wege sind unsere Arbeitsabläufe effizienter und unsere Kunden finden alles unter einem Dach.

Die Angebote unserer Leistungen zum Thema Verfahrenstechnik finden Sie weiterhin im Büro Projektentwicklung/Anlagenplanung.

Im Zuge dieser Entwicklungen wollen wir auch unserem Internetauftritt ein neues, moderneres Outfit geben. Die Seiten befinden sich gerade im Aufbau und sollen im Herbst online gehen. Sie dürfen also gespannt sein.