Projekt-Infos

Generalsanierung der Ganztagsschule „Am Tierpark“ Staßfurt abgeschlossen

Nach eineinhalbjähriger Bauzeit wird gegenwärtig durch unsere Bauüberwachungsleistungen die Generalsanierung der Ganztagsschule „Am Tierpark“ in Staßfurt abgeschlossen.

Gemeinsam mit dem Planungsbüro Fröba aus Auerbach haben wir uns im Jahr 2010 zu einer ARGE zusammengeschlossen und um die Planungsaufgabe beworben. Nach einem VOF-Verfahren mit Gestaltungskonzept erhielt die ARGE dafür schlussendlich den Zuschlag vom Landkreis Salzlandkreis.

Aufgabe war es, das Schulkonzept umzusetzen, den vorhandenen Baukörper – eine Plattenbauschule vom Typ „Erfurt“- zu optimieren, ggf. zu ergänzen sowie technisch wie baulich zu  sanieren. Maßnahmen zur behindertengerechten Ausstattung waren ebenso erforderlich, wie die Verbesserung der Akustik, des Brandschutzes, die Neuinstallation der gesamten technischen Ausstattung, die Optimierung der Energiebilanz bis hin zu umfassenden Schönheitsreparaturen.

Der von unserer ARGE vorgebrachte Entwurf überzeugte insbesondere durch die mittige Anordnung eines neuen Funktionsbaus, der als zentraler, großzügiger Empfang mit Aula als moderner, nach hinten frei auskragender Verbindungsbau zwischen die beiden Gebäudeteile projektiert wurde.

Nach einer längeren Planungsunterbrechung zur Bewilligung des eingereichten Fördermittelantrages begannen die Baumaßnahmen Ende September 2012. Auf Grund der langen Winterunterbrechung 2012/2013 verzögerten sich die geplanten Arbeiten, was über den Sommer 2013 weitestgehend wieder aufgeholt werden konnte. Insgesamt wurden 3.8 Mio. € investiv umgesetzt. Dank unseres couragierten Kosten- und Baumanagements konnte das Budget trotz zahlreicher Überraschungen und Zusatzleistungen gehalten werden. Derzeit werden letzte Restarbeiten und die Bauendreinigung erledigt, die Außenanlagen abgeschlossen, die Inbetriebnahme vorbereitet. Der Schulbetrieb wird im Frühsommer im neu sanierten Objekt wieder aufgenommen.

Notfallaufnahme und Intensivstation Kliniken Erlabrunn gGmbH

Die Kliniken Erlabrunn gGmbH beabsichtigt die medizinische Aufnahme / Notfallaufnahme neu zu ordnen und die Intensivstation zu rekonstruieren. Die Investitionssumme beträgt ca. 3,6 Mio. Euro und wird teilweise durch das Land Sachsen gefördert.

Abgeschlossen sind die Leistungsphasen 1-4 (HOAI). Der Fördermittelbescheid durch das SMS liegt vor. Zurzeit laufen in Zusammenarbeit mit dem Bauherren die Projektvorbereitungen (Lph 5-7 HOAI) in unserem Büro. Der Baubeginn ist für den 01.04.2014 geplant.

Da es sich um eine Maßnahme im Bestand handelt, erfolgt die Realisierung in 4 Abschnitten und wird sich über ca. 1 Jahr erstrecken.

Zentral im Hauptgebäude der Klinik angeordnet, steht den Patienten und dem medizinischen Personal nach Fertigstellung eine moderne Notfallaufnahme mit Intensivstation zur Verfügung.
 

Einbaubeispiel medizinische Versorgungseinheit (Dräger Ponta Balkensystem) / Quelle: www.draeger.com

Blockheizkraftwerk im Klinikum Fichtelgebirge gGmbH

Im Februar 2014 wurde im Klinikum Fichtelgebirge gGmbH, Standort Marktredwitz, ein durch unser Büro geplantes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen.

Der Gesamtumfang des Bauvorhabens beträgt ca. 540.000 € (netto).

Das wärmegeführte BHKW deckt mit einer Wärmeleistung von 374 kW die ganzjährig nahezu durchgehend vorhandene Grundlast ab und kommt somit auf hohe Laufzeiten. Um diese noch weiter zu erhöhen, wurden 2 Pufferspeicher mit insgesamt 12.800 Liter Wasserinhalt in die vorhandene Heizzentrale integriert.

Zusätzlich erzeugt das BHKW mit seiner elektrischen Leistung von 240 kW auch noch Strom, welcher im Klinikum selbst verbraucht wird, beziehungsweise bei unzureichender Abnahme in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Alles was RECHT ist!

Im Folgenden informieren Sie sich bitte zur aktuellen Rechtsprechung bezüglich der Vergaben von Ingenieur- und Architektenleistungen:

Stufenvertrag: Abrufzeitpunkt bestimmt anzuwendende Honorarordnung!

1. Sieht ein Architektenvertrag für später - nach freier Entscheidung des Bauherrn - noch stufen- oder phasenweise zu übertragende Leistungen bereits Vergütungsregeln vor, so kommt der Vertrag über diese Leistungen zu den zuvor vereinbarten Bedingungen erst durch den Abruf zu Stande.

2. Maßgeblich für die Vergütung der dann noch zu erbringenden Leistungen ist die zum Zeitpunkt des Abrufs gültige HOAI (hier HOAI 2009).

OLG Koblenz, Urteil vom 06.12.2013 - 10 U 344/13, rechtskräftig
RA und FA für Bau- und Architektenrecht Dr. Wolfgang Weller, Koblenz Quelle: ibr-online.de

Seit 1. Januar 2014: Turnusgemäße Anpassung der Schwellenwerte für europaweite Vergabeverfahren

Die Schwellenwerte für EU-Vergaben werden alle zwei Jahre von der Europäischen Kommission angepasst. Kürzlich hat die EU-Kommission den Verordnungsentwurf zur Änderung der anwendbaren Schwellenwerte verabschiedet. Demnach gelten ab dem 1. Januar 2014 neue Schwellenwerte für EU-weite Vergabeverfahren. Öffentliche Aufträge sind EU-weit auszuschreiben, wenn der Auftragswert folgende Beträge erreicht:

  • Liefer- und Dienstleistungsaufträge - 207.000 EUR (bisher: 200.000 EUR)
  • Aufträge im Sektorenbereich - 414.000 EUR (bisher: 400.000 EUR)
  • Bauaufträge - 5.186.000 EUR (bisher: 5.000.000 EUR)

Quelle: www.ing-sn.de/themen-projekte/vergabe/

Planungsfehler: Nachbesserung statt Schadenersatz vertraglich regeln

Wenn ein Planungsfehler sich bereits im Bauwerk "materialisiert" hat, stellt sich die Frage, wer die Planung der Sanierung und deren Überwachung übernimmt. Ein "Nachbesserungsrecht" des Architekten/Planers ist gesetzlich nicht geregelt, ist in der Regel aber erheblich kostengünstiger als die Beauftragung eines anderen Büros durch den Auftraggeber. Leistungen im Zusammenhang mit einer derartigen Sanierungsplanung gehören unmittelbar zur Erfüllung des Vertrages, der Aufwand wird also weder vom Auftraggeber zusätzlich bezahlt noch von der Berufshaftpflichtversicherung ersetzt. Wir empfehlen daher, vor Projektbeginn eine ausdrückliche Vereinbarung zu treffen, die sich z. B. an folgendem Text in diversen Musterverträgen orientiert: "Wird der Architekt wegen eines Schadens am Bauwerk auf Schadenersatz in Geld in Anspruch genommen, kann er vom Bauherrn verlangen, dass ihm die Beseitigung des Schadens übertragen wird". Gemeint ist damit nur die Beseitigung der Fehler in einem geistigen Werk, nicht die Beauftragung eines Ausführungsunternehmens. Die Nachbesserung umfasst somit alle Handlungen, mit denen der Architekt den nicht erreichten Soll-Stand zu erreichen sucht.

Quelle: www.unita.de

Haftungsrelevante Neuerungen der HOAI 2013:

  • Kostenplanung:

    Aus der Überschreitung von Kostenschätzungen, Kostenberechnungen oder Kostenanschlägen im Sinne der DIN 276 resultierende sowie bei ordnungsgemäßer Planung und Erstellung des Bauwerks sowieso angefallene Aufwendungen ("Sowiesokosten") betreffende Ansprüche sind in den Berufshaftpflichtversicherungen regelmäßig ausgeschlossen. Dieser Ausschluss gilt auch für Ansprüche aus der Überschreitung von Baukostenobergrenzen, Bausummengarantien oder Festpreisabreden des Versicherungsnehmers oder Dritter, die gegenüber dem Versicherungsnehmer als Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden. Mitversichert sind allerdings die Prüfung des Haftpflichtanspruchs und die Abwehr unberechtigter Ansprüche, die sich auf Sowiesokosten beziehen.

    Quelle: https://www.hdi.de/de/freiberufler/service/ratgeber/ingletter/epaper_ingservice/epaper_sep2013/index.html#/7
  • Terminplanung:

    Lässt sich ein Terminplan nicht einhalten und ist dieser Umstand auf eine mangelhafte Leistung des Planers zurückzuführen (z. B. nicht rechtzeitig gelieferte oder nachzubessernde Planung oder ein unrealistischer Terminplan), können sich schnell sehr hohe Haftungssummen ergeben (z. B. bauzeitliche Nachträge der ausführenden Bauunternehmen, Finanzierungskosten oder weiterlaufende Mietkosten des Alt-Objekts, entfallene Mieteinnahmen beim geplanten Objekt oder Schadensersatzforderungen der Mieter etc.) Ansprüche wegen Schäden aus der Überschreitung eigener Fristen und Termine sowie aus Zusagen oder Erklärungen bezüglich der Fertigstellung des Bauvorhabens oder eines Teiles davon sind grundsätzlich vom Versicherungsschutz [...] ausgeschlossen.

    Quelle: https://www.hdi.de/de/freiberufler/service/ratgeber/ingletter/epaper_ingservice/epaper_sep2013/index.html#/8

Blick ins Unternehmen

Wir feiern unser 20-Jähriges!

Bereits 20 Jahre ist es nun her, dass sich einige Mutige aufmachten, um die "Testrakete" Krämer & Partner - wie sie damals in der "Freien Presse" betitelt wurde - zu starten.

Vier leitende Mitarbeiter des im damaligen Profitcenter Industrieanlagenplanung der Sachsenring Automobilwerk Zwickau (SAZ) eingebundenen Ingenieurbüros gründeten im September 1993 die Krämer & Partner Planungsgesellschaft mbH. Im März 1994 wurden 16 weitere Mitarbeiter aus dem ehemaligen Sachsenring-Ingenieurbüro eingestellt, mit denen unser Büro den eigentlichen Geschäftsbetrieb aufnehmen konnte.

Dank eines großen Vertrauensvorschusses unserer Kunden gelang es, die anfänglichen Startschwierigkeiten ohne gefestigte Marktposition in einem hart umkämpften Wettbewerb und ausschließlich mit Eigenmitteln der Gründungsmitglieder zu überwinden und uns zu einem leistungsstarken Unternehmen mit 30 Mitarbeitern zu entwickeln. Bereits 1996 waren wir in der Lage, uns mit dem Neubau unseres Bürogebäudes im Zwickauer Gewerbegebiet Kopernikusstraße einen eigenen Betriebsstandort zu schaffen.

Von der Ausgründung aus einem Automobilunternehmen bis hin zum Krankenhausplaner wurde eine Nische gefunden, in der die "Testrakete" durchstarten konnte und bis heute erfolgreich unterwegs ist. Die Planungen von Industrieanlagen, Industrie-/Wohn- und Bürogebäuden sowie Schulen sind weitere Standbeine für unsere Ingenieur- und Architektenleistungen.

Unsere gegenwärtige Auftraggeberstruktur umfasst weit über 100 Bauherren und Geschäftspartner die uns teilweise schon seit 20 Jahren ihr Vertrauen schenken und mit denen wir gemeinsam die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit meistern.