Projekt-Infos

Umbau und Erweiterung der Notfallaufnahme im EKA Erzgebirgsklinikum gGmbH


Das EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg erhält eine neue Notfallaufnahme.

Die bisher vorhandene Notaufnahme hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht und soll in dieser Maßnahme umgebaut und durch einen Neubau erweitert werden. Dabei wird die medizinische Nutzungsstruktur neu aufgebaut, um alle Voraussetzungen für eine Behandlung nach dem neuesten medizinischen Standard zu schaffen.

In diesem Erweiterungsbau wird ebenfalls eine neue, überdachte Liegendanfahrt eingeordnet, womit die bisher vorhandenen Defizite - keine separaten Stellflächen für Rettungsfahrzeuge, kein witterungsgeschütztes Ausladen der Patienten - beseitigt werden.

Für den Umbau und die Erweiterung der Notfallaufnahme überreichte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch im Dezember 2016 dem Klinikum 2.591.600,00 Euro.

Kapazitätserweiterung Bauteil 400 in Modulbauweise am Georgius-Agricola-Klinikum Zeitz

Wenn es schnell gehen muss, sind neben akkurater Planung und enger Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten oft auch innovative Baukonzepte gefragt.

So auch im Fall des Georgius-Agricola-Klinikums in Zeitz, dessen Stationen im Bauteil 400 bei laufenden Betrieb und unter erhöhten hygienischen Anforderungen um jeweils 160m² Bruttogeschossfläche erweitert wurden. Der dafür notwendige Anbau erfolgte aufgrund des straffen Terminplanes für vier der insgesamt fünf Geschosse in Modulbauweise. Durch Krämer & Partner wurde dabei die Planung und Bauleitung der Installation medizinischer Gase und der kompletten haustechnischen Anlagen erfolgreich realisiert. Die insgesamt 16 aufgestellten Raummodule konnten dabei aufgrund ihres hohen Vorfertigungsgrades innerhalb weniger Tage montiert und an das Bestandsgebäude angeschlossen werden. Einzig das Untergeschoss, welches den Anbau des Bestandslabors beherbergt, wurde als Basis der Module in Massivbauweise errichtet und dient zudem als zentraler Anschlusspunkt der Sanitäranlage. Die raumweise in die Module integrierten, fertig verfliesten Nasszellen konnten somit schnell und unkompliziert an die Bestandsanlage des Klinikums angeschlossen werden.

Nach Fertigstellung der gebäudetechnischen Installation am 24.02.2017 stehen dem Klinikum nun insgesamt 15 neue Büroräume und hochwertige Patientenzimmer für die Fachbereiche Geriatrie, Chirurgie, Palliativbehandlung und IMC zur Verfügung.

(Architekt: HDR TMK Planungsgesellschaft mbH Erfurt)

Alles was RECHT ist!

Im Folgenden können Sie sich über die aktuelle Rechtsprechung zu Ingenieur- und Architektenleistungen informieren:

Konkludente Abnahme der Architektenleistung nach 6 Monaten

"Wann sind Planungsleistungen konkludent abgenommen?"

"Tatsächlich ist der Besteller - also der Bauherr - verpflichtet, eine vertragsgerecht hergestellte Leistung abzunehmen, wobei er wegen unwesentlicher Mängel eine Abnahme nicht verweigern darf. Der Abnahme gleichgestellt ist die Aufforderung an den Bauherrn, die Planungsleistung innerhalb einer angemessenen Frist abzunehmen. Tut der Bauherr dies nicht, gilt die Planungsleistung als abgenommen."

[...]

"Abnahmen können aber nach BGB schriftlich, mündlich oder durch konkludentes Verhalten (also durch tatsächliches Verhalten) geschehen. Zur Geltendmachung von Honorarforderungen ist es somit nicht zwingend erforderlich, eine Abnahmeerklärung zu fordern. Für diesen Fall hat der BGH schon im Jahr 2013 (NZBau 12/2013 ff.) entschieden, dass nach dem Ablauf von sechs Monaten Planungsleistungen konkludent abgenommen seien - demzufolge kann die Bauherrenschaft bei gerichtlichen Auseinandersetzungen zum Honorar nicht mehr vortragen, ein Honorar sei nicht fällig, da die diesem Honoraranspruch zugrunde liegenden Leistungen nicht abgenommen worden seien."

[...]

"Auch die Gewährleistungszeit beginnt erst mit der Abnahme. Deshalb tauchte das Problem der Abnahme auch bei der Rechtsverteidigung gegen Mängelansprüche auf."

[...]

"BGH-Rechtsprechung zur Abnahme" "Für diese Fälle festigt sich die Rechtsprechung durch die Obergerichte. Diese erklären, dass zu einer konkludenten Abnahme von Architektenleistungen der Abnahmezeitpunkt nach Fertigstellung der Planungsleistungen und dem Ablauf einer angemessenen Prüffrist berechnet werden müsse. In dieser könne festgestellt werden, ob die Planung oder darauf aufbauende Baurealisierungen fehlerhaft seien. Diese Prüffrist, ohne dass es hierzu einer besonderen Erklärung bedarf, beträgt nach den Urteilen des OLG Brandenburg, Urteil vom 03.06.2016 - 11 U 183/14 -, NZBau 11/2016, 699 ff. und der Entscheidung des OLG Karlsruhe, Urteil vom 05.02.2016 - 8 U 16/14; NZBau 10/2016, 643 ff., sechs Monate. Beide Gerichte greifen die BGH-Rechtsprechung zur Abnahme auf und erklären, dass ein Architektenwerk stillschweigend abgenommen sei, wenn die Auftraggeber binnen eines halben Jahrs nach Fertigstellung eines Objekts keine Beanstandungen vorgetragen haben."

[...]

"Beiden Entscheidungen lag jeweils zugrunde, dass die Planer mit dem Leistungsbild der Objektplanung, dort den LPh 1 bis 8, beauftragt waren."

Quelle: deutsches-ingenieurblatt.de

Unterschwellenvergabeordnung UVgO bekanntgemacht

Die Unterschwellenvergabeordnung UVgO wurde am 07.02.2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht und damit bekanntgemacht. Sie ersetzt die VOL Teil A (VOL/A) in der Fassung der Verkündung vom 20. November 2009.

Die UVgO tritt nicht bereits mit der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft, sondern wird erst durch die Neufassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zu § 55 der Bundeshaushaltsordnung bzw. für die Länder durch die entsprechenden landesrechtlichen Regelungen in Kraft gesetzt. Nach ihrer Inkraftsetzung gelten die Vorschriften der UVgO für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungsaufträgen unterhalb der Schwellenwerte gemäß § 106 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (EU-Schwellenwerte). Die UVgO orientiert sich strukturell an der für öffentliche Aufträge oberhalb der EU-Schellenwerte geltenden Vergabeverordnung von April 2016.

Quelle: eVergabe.de

Was heißt "neuester Standard der Technik"?

Haben Erwerber und Bauträger vereinbart, dass ein Bestandsgebäude komplett nach "neuestem Standard der Technik" ausgebaut wird, soll das Bauwerk zum Zeitpunkt der Abnahme den derzeit geltenden (und nicht nach den ursprünglich bei Erstellung des Bestandsgebäudes geltenden) anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

OLG München, Urteil vom 28.07.2015 - 28 U 3070/13 Bau (Nichtzulassungsbeschwerde zurückgenommen)

Quelle: ibr-online.de

Blick ins Unternehmen

Um eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit von K & P zu sichern und die Zusammenarbeit mit unseren Kunden in bewährter Form auf Langfristigkeit auszurichten, wird der Prozess zur Umsetzung der Nachfolgeregelung im Unternehmen seit mehreren Jahren erfolgreich vorbereitet und umgesetzt.


In einem ersten Schritt wurden ab Januar 2017 folgende personelle Änderungen in der zweiten Leitungsebene umgesetzt:

  • Frau Ines Dietz als Sachgebietsleiterin Finanz/Controlling erhält Einzelprokura für das Unternehmen und wird in die Geschäftsleitung integriert.
  • Frau Yvonne Dubois wurde zur stellvertretenden Büroleiterin Bau/Architektur bestellt. Sie wird in der Zukunft die Büroleitung von Herrn Gert Rauschenbach übernehmen.
  • Herr Patrick Aßmann (Beratender Ingenieur der Ingenieurkammer Sachsen) wurde als Büroleiter Versorgungstechnik/Technische Gebäudeausrüstung angestellt. Er tritt damit die Nachfolge des langjährigen Büroleiters, Herrn Harald Prenzel, an. Herr Prenzel wird im Unternehmen als Fachingenieur und Projektleiter weiterhin tätig sein.

Hören Sie hierzu einen Beitrag im Deutschlandfunk: Beitrag K&P